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Gartenwanze

11.09.15

Mit einer Länge von 14-16 mm ist die Graue Gartenwanze (Rhaphigaster nebulosa) mit eine der größten bei uns heimischen Landwanzen und gehört systematisch zur Familie der Baumwanzen (Pentatomidae). Die Körperoberseite ist graubraun gefärbt und trägt viele dunkle Punkte, die hellen sichtbaren Seitenränder des Hinterleibes sind deutlich schwarz gefleckt. Die Basis der beiden letzten, sonst dunkel gefärbten Fühlerglieder ist deutlich weißgelb gefärbt.
Körperunterseits sind die Tiere hell gefärbt mit schwarzen Punkten, hier fällt auch ein sichelförmiger Fortsatz auf. Die Art ist im Mittelmeerraum und Zentralasien weit verbreitet, hat sich jedoch in den letzten Jahren auch deutlich in Mitteleuropa ausgedehnt und ist mittlerweile schon fast in ganz Deutschland nachgewiesen worden. Die wärmeliebenden und tagaktiven Tiere vollziehen eine Generation pro Jahr wobei die Imagines am Stamm unter Borkenschuppen überwintern, aber auch (in teils hoher Zahl) Wohnungen und Häuser zur Überwinterung genutzt werden können und die Tiere dann häufig als Lästlinge in Erscheinung treten. Die Populationsentwicklung wird durch einen trocken-warmen Sommer deutlich gefördert. 
Die Ernährung der Wanzen ist sowohl phytophag als auch zoophag (u.a. Larven von Blattkäfern) und die Tiere sind meist auf Laubgehölzen anzutreffen (u.a. Crataegus, Prunus, Sorbus, Corylus, Ulmus), teils aber auch in der Krautschicht (u.a. Brombeeren, Efeu). Die nur etwa 1,5 mm großen Eier (anfangs gelblich, später bräunlich) werden (etwa 40 pro Weibchen) im Frühjahr an Blättern abgelegt. Die Tiere durchlaufen wie alle Wanzen mehrere Larvenstadien (hemimetabole Entwicklung) wobei ab dem dritten Stadium auch erste Flügelanlagen sichtbar werden (Nymphe); die adulten Tiere erscheinen dann etwa ab September.
Vorbeugung und Bekämpfung:
Ein unmittelbarer Schaden für die Pflanzen besteht nicht. Die Graue Gartenwanze kann allenfalls als Lästling eingestuft werden.