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Maikäfer

09.09.15

In Mitteleuropa ist in erster Linie der Feldmaikäfer heimisch; vor allem in Deutschland sind größere Bestände anzutreffen. Der verwandte und etwas seltenere Waldmaikäfer ist eher in Nord-Ost-Europa anzutreffen. Im Mittelmeerraum und in höheren Lagen über 1.000 Meter fehlt der Feldmaikäfer.

Im vorletzten Jahrhundert und der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts waren Feldmaikäfer noch sehr häufig anzutreffen. Sie haben damals große Schäden an Laub- und Obstbäumen angerichtet. Nach massiven Bekämpfungsmaßnahmen sind die Maikäfer sehr selten geworden. Vor allem in den 50er und 60er Jahren sind mit DDT schwere Sünden an der Natur begangen worden. Danach wurden Maikäfer so selten, dass viele Kinder ihn nur von den Schokoladenmaikäfern kannten. Erst in den letzten Jahren trifft man ihn wieder häufiger. In den Maikäferjahren regional (z.B. Südhessen) auch in Massenbeständen. Diese Massenbestände können viele  Millionen Tiere umfassen.

Der Maikäfer ernährt sich von Blättern verschiedener Laub- und Obstbäume, vor allem von Eichenblättern. Die Larven (Engerlinge) betreiben dagegen Wurzelfraß an Kleinpflanzen. Von den kahlen Blättern erholen sich die Bäume meist wieder und schlagen sogar im Juni nochmal aus. Die Schäden an den Wurzeln sind oftmals schwerwiegender und betreffen häufig Nutzplanzen des Menschen z.B. den Kartoffel- oder  Getreideanbau.

Der Feldmaikäfer ereicht eine Körperlänge von knapp 2 - 3 cm. Die Flügeldecken, Beine und Fühler sind hellbraun. Ihr Kopf, Schild und Bruststück glänzt schwarz. Die Flügeldecken zeigen feine Längslinien mit feinen Punkten. Auch das Halsschild ist punktiert.

Die Unterseite des Hinterleibs zeigt helle dreieckige Keile in dem dunklen Untergrund. Die gefächerten Fühler besitzen bei den Weibchen 6 und bei den Männchen 7 kleine Fächer. Die letzten Fächer wirken wie kleine Blätter, was der Käferfamilie ihren Namen Blatthornkäfer gegeben hat. Mittels vieler 10.000 Geruchssensoren spüren die Männchen die Weibchen zur Begattung auf. Entsprechend besitzen die Weibchen kleinere Fühler mit erheblich weniger Geruchssensoren. Dafür sind die Vorderbeine des Weibchens zu mit kleinen Grabschaufeln versehen, um damit die Erdhöhlen für die Larven bauen zu können.