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Singdrossel

20.03.15

Wenn ein Vogel erstens sehr lange und zweitens ganz unterschiedliche Melodien singt, und wenn er drittens die einzelnen Motive gleich mehrere Male – meistens dreimal – wiederholt, dann handelt es sich um die Singdrossel.

 Ähnlich wie die etwas größere Amsel singt die Singdrossel besonders gerne in den Abendstunden. Und wie alle übrigen Drosseln auch, sieht man sie entweder auf Nahrungssuche am Boden hüpfen, oder sie flötet ihr sanftes und wohlklingendes Lied von einer exponierten Baumspitze, von wo es weit zu hören ist. Die überwiegend beige und braun gefärbte Singdrossel ist aber auch an der schön gesprenkelten Brust und Bauchseite gut zu erkennen. Männchen und Weibchen sind dagegen kaum zu unterscheiden.

Singdrosseln lieben einen Baumbestand, wie ihn ältere Gärten und Parks bieten. Ihr stabiles, tiefmuldiges Nest kleiden sie innen mit Holzmulm, feuchter Erde oder Lehm aus.

Wer eine Singdrossel im Garten hat, stößt vielleicht auch einmal auf eine Unmenge zerbrochener Schneckenhäuser, die sich um einen Stein angesammelt haben. Des Rätsels Lösung ist diese: Es handelt sich dann um die Schmiede einer Singdrossel, die zur „Zubereitung“ ihrer Lieblingsspeise, den Stein zu Hilfe genommen hat: Um an das leckere Innere einer Gehäuseschnecke heranzukommen, schlägt sie diese an einem geeigneten Stein mit kräftigen Schnabelhieben auf.