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Zaunkönig

19.03.15

Der Zaunkönig zählt zu den kleinsten Vögeln Europas, nur das Goldhähnchen unterbietet ihn noch in dieser Hinsicht. Gerade einmal zehn Gramm wiegt der Winzling. Sein rostbraun gebändertes Gefieder macht ihn auch nicht gerade auffälliger, sondern sorgt im Gegenteil für perfekte Tarnung.

Zaunkönige sind Bodenbrüter, die ihr Nest unter Wurzeln, niedrigen Ästen und Zweigen und unter Hecken bauen. Deshalb machen ihnen bis zum Boden abgeschnittene Sträucher das Leben schwer. Auch Vorgärten mit englischem Rasen und exotischen Gehölzen bieten keinen geeigneten Lebensraum. Während in heimischen Bäumen und Sträuchern die verschiedensten Insekten und Spinnen leben, lassen sich die Insektenarten, die von nicht gebietsheimischen oder gar exotischen Gehölzen wie der Robinie oder Forsythie leben, an einer Hand abzählen. Anders dagegen bietet unsere heimische Flora alles was Zaunkönige brauchen: Auf Weide, Birke, Schlehe oder Haselnuß leben 100 bis 450 verschiedene Insektenarten, die nicht nur für diese liebenswerten kleinen Vögel Hauptnahrungsquelle sind. Dagegen finden in einem geputzten, kahlen, "ordentlichen" Vorgarten Zaunkönige kaum Nahrung.

Im zeitigen Frühjahr bauen die Männchen mehrere halbkugelige Nester aus Moos und weichem Material wie Federn und Haaren im Gebüsch oder zwischen knorrigen Wurzeln. Viele dieser Nester werden nur als "Spielnester" genutzt. Die Zaunkönigmännchen versuchen mit ihrem auffälligen Gesang und Gebaren, Weibchen auf sich aufmerksam zu machen und für eines der Nester zu begeistern. Das Weibchen sucht sich das schönste zum Brüten aus.